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Boxer Welpen

Boxer gehören zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Sie sind bekannt für ihre treue und anhängliche Art, ihre Intelligenz und ihren spielerischen Charakter. Wenn Sie sich für einen Boxer Welpen interessieren, sollten Sie sich im Vorfeld ausführlich informieren, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Rasse Boxer und speziell um Boxer Welpen:

Über die Rasse Boxer

Der Boxer ist eine sehr alte Hunderasse, die ihren Ursprung in Deutschland hat. Früher wurde der Boxer auch als „Deutscher Bulldogge“ bezeichnet. Heute zählt diese Rasse zu den beliebtesten Familien- und Begleithunden.

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte des Boxers beginnt schon im 16. Jahrhundert. Damals wurden sogenannte „Bullenbeißer“ für die Jagd auf Wildschweine und im Rüdenkampf eingesetzt. Im 19. Jahrhundert begann dann die planvolle Zucht der Rasse „Boxer“. Der Name leitet sich von der Kampfesweise dieser Hunde ab – sie boxen mit den Vorderpfoten, um ihr Ziel zu erreichen.

Ziel der damaligen Züchter war es, aus den Bullenbeißern einen zuverlässigen Familien- und Begleithund zu machen. Mit der Gründung des ersten Boxer-Klubs 1895 in München nahm die Rasse dann richtig Fahrt auf und verbreitete sich schnell in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Der Boxer ist heute einer der beliebtesten Hunde Deutschlands und weltweit. Laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) stand die Rasse 2020 auf Platz 6 der beliebtesten Hunderassen.

Wesen und Charakter

Boxer zeichnen sich durch ihre ausgeglichene und umgängliche Art aus. Es sind weder übermäßig schüchterne noch aggressive Hunde. Sie lieben ihre Familie abgöttisch und sind ihr gegenüber sehr fürsorglich. Dieser Familiensinn macht die Boxer zu idealen Begleithunden.

Gegenüber Fremden können Boxer sich zunächst etwas zurückhaltend zeigen. Aggressives Verhalten ist jedoch untypisch für diese Rasse. BoxerWelpen sollte man frühzeitig mit vielen verschiedenen Menschen und Situationen vertraut machen, dann werden aus ihnen in der Regel sehr umgängliche und freundliche erwachsene Hunde.

Weitere typische Charakterzüge des Boxers sind:

  • Verspielt und aktiv
  • Intelligent und lernwillig
  • Selbstbewusst und kontaktfreudig
  • Anhänglich und treu
  • Leicht erziehbar und gelehrig

Kurz gesagt: Der Boxer ist der perfekte Familienhund! Mit seiner fröhlichen Art bringt er viel Leben in die Bude.

Aussehen: Das Erscheinungsbild des Boxers

Boxer sind mittelgroße bis große, kräftig gebaute Hunde. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 57 cm, Hündinnen bis zu 53 cm. Das Gewicht liegt zwischen 25 bis 32 kg.

Kopf: Der Kopf des Boxers ist ein typisches Rassemerkmal. Er ist kräftig ausgebildet, der Schädel breit und gewölbt. Die Lefzen sind pendant, die Nase ist schwarz mit großen Nasenlöchern.

Augen: Die Augen sollten dunkelbraun sein, mandelförmig schräg eingesetzt in Kopfhöhe.

Ohren: Ebenfalls typisch sind die hängenden Schlappohren, die relativ hoch am Kopf ansetzen.

Körper: Der Boxer hat einen gestreckten, kräftigen Körper mit geradem, kurzem Rücken. Die Brust ist breit und tief, die Lendenpartie kurz und leicht abfallend.

Fell: Das Fell des Boxers ist kurz, glatt und fest anliegend. Es gibt verschiedene Farbschläge wie z.B. Rehfarben, Gestromt (schwarz mit weißen Abzeichen) oder Gefleckt. Weiße Boxer mit schwarzen Platten sind besonders beliebt.

Rute: Die Rute ist eher hoch angesetzt. In Deutschland werden Boxerwelpen in der Regel kupiert, also mit kurzer Rute gezüchtet. In einigen anderen Ländern wie Österreich ist das Kupieren verboten.

Gangwerk: Eleganter Bewegungsablauf mit kraftvollem Schub aus der Hinterhand.

Der Weg zum Boxer Welpen

Wenn Sie sich für einen Boxer Welpen entscheiden, sollten Sie sich vorab ausreichend informieren. Denn Hunde dieser Rasse bedürfen einer konsequenten Erziehung und ausreichend Bewegung. Auch die richtige Auswahl des Züchters ist wichtig, um einen gesunden und wesensfesten Boxer Welpen zu bekommen.

Checkliste: Ist ein Boxer Welpe der richtige Hund für mich?

Vor der Anschaffung sollte man sich selbstkritisch fragen, ob ein Boxer wirklich der passende Hund für einen selbst und die aktuelle Lebenssituation ist. Hier einige Punkte, die Sie sich überlegen sollten:

  • Bin ich wirklich bereit, 10-15 Jahre Verantwortung für ein Tier zu übernehmen?
  • Habe ich genügend Zeit, mich ausreichend mit dem Hund zu beschäftigen und ihn auszuführen? Boxer brauchen viel Aufmerksamkeit und Bewegung.
  • Kann ich dem Welpen die nötige Grundausbildung und Erziehung zukommen lassen? Boxer sind intelligente Hunde, die geistig und körperlich gefordert werden wollen.
  • Ist meine Wohnung groß genug für einen mittelgroßen bis großen Hund? Boxer brauchen ausreichend Platz.
  • Habe ich genügend Geld für Anschaffung, Futter, medizinische Versorgung etc.? Ein Hund bedeutet laufende Kosten.

Wenn Sie diese Fragen ehrlich mit „Ja“ beantworten können, steht dem Boxerglück vermutlich nichts mehr im Wege. Bedenken Sie aber, dass ein Hund eine jahrelange Verpflichtung bedeutet. Überlegen Sie also gut, ob der Zeitpunkt aktuell günstig ist.

Die Auswahl des richtigen Züchters

Damit Sie einen möglichst gesunden und wesensfesten Boxer Welpen bekommen, ist die Wahl des Züchters enorm wichtig. Orientieren Sie sich bei der Suche an folgenden Kriterien:

  • Der Züchter sollte Mitglied im örtlichen Boxer-Club oder beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) sein.
  • Er sollte auf langjährige Erfahrung in der Boxer-Zucht zurückblicken können.
  • Der Zwinger und die Welpen sollten gepflegt und sauber sein.
  • Es sollten keine Vermehrungshündinnen eingesetzt werden, also Hündinnen, die bei jedem Lauf gleich von mehreren Rüden gedeckt werden.
  • Lassen Sie sich die Papiere der Hündin und des Rüden zeigen und achten Sie auf aktuelle Gesundheitschecks.
  • Fragen Sie den Züchter nach Referenzen früherer Käufer aus. So bekommen Sie einen Eindruck von seiner Seriosität.
  • Fahren Sie auch ein gutes Gefühl bei der Begegnung mit dem Züchter? Vertrauen Sie ihm?

Nehmen Sie sich vor einem Kauf ausreichend Zeit für die Züchtersuche. Ein seriöser Züchter hat in der Regel Wartelisten und vermittelt seine Welpen nicht einfach an den Meistbietenden.

Tipp: Besuchen Sie den Züchter persönlich und schauen Sie sich die Welpen vor Ort an. So können Sie sich auch einen Eindruck vom Wesen der Hunde machen.

Der Preis für einen Boxer Welpen

Preislich müssen Sie mit folgenden Kosten für einen Boxer Welpen rechnen:

  • Preis vom seriösen Züchter: 800 bis 1.500 Euro
  • Anschaffungskosten: ca. 200 Euro für Leine, Halsband, Napf, Körbchen etc.
  • Erstuntersuchung beim Tierarzt: ca. 100 Euro
  • Impfungen, Entwurmung: ca. 100 Euro
  • Hundesteuer: je nach Wohnort, ca. 100 Euro pro Jahr
  • Hundehaftpflicht: ab ca. 50 Euro pro Jahr

Bedenken Sie bei der Kalkulation auch laufende Kosten für Futter, Spielzeug, Pflegeprodukte usw. Insgesamt müssen Sie mit Ausgaben von 100 bis 200 Euro pro Monat für einen Hund rechnen.

Der ideale Zeitpunkt für den Kauf eines Boxer Welpen

Boxer Welpen können das Muttertier frühestens mit 8 Wochen verlassen und zu ihrer neuen Familie ziehen. Dies ist der früheste mögliche Abgabezeitpunkt laut Tierschutzgesetz.

Welpen brauchen die ersten Wochen bei ihrer Mutter und den Geschwistern, um wichtige Erfahrungen zu sammeln und körperlich zu reifen. Erst ab der 8. Woche sind sie bereit, getrennt von ihrer Mutter zu leben.

Viele Züchter geben ihre Boxer Welpen sogar erst mit 10-12 Wochen ab, damit sie optimal vorbereitet und stabil genug für den neuen Lebensabschnitt sind.

Fragen Sie als Käufer den Züchter, wann frühestens und wann idealerweise die Übergabe seiner Meinung nach stattfinden sollte.

Vertrauen Sie auf seine Erfahrung – er kennt seine Hunde am besten und kann realistisch einschätzen, wann der passende Zeitpunkt für den Umzug in das neue Zuhause gekommen ist.

Checkliste: Was benötigt ein Boxer Welpe?

Damit der kleine Boxer sich von Anfang an in seinem neuen Zuhause wohl fühlt, benötigt er einige Grundausstattung für seine artgerechte Haltung. Hier die wichtigsten Dinge, die Sie vor der Ankunft besorgen sollten:

Ausstattung Beschreibung
Welpenfutter Hochwertiges Welpen-Trockenfutter, evtl. etwas Nassfutter; Futternäpfe
Hundekorb/-bett Gemütlicher, gut gepolsterter Schlafplatz
Transportbox Für die Fahrt vom Züchter und zum Tierarzt
Halsband & Leine Am besten Brustgeschirr statt Halsband für Welpen
Spielzeug Kauartikel, Bälle etc. zum Spielen und Beschäftigen
Hundezahnpflege Spezielle Welpenzahnbürste und -paste
Shampoo Spezielles Welpenshampoo für die Fellpflege
Handtücher Für die Pflege nach dem Spaziergang
Maulkorb Wird erst später gebraucht, ggf. Welpenschutz
Hundetasche Für Leckerlis, Spielzeug, Kotbeutel etc.
Kotbeutel Immer genügend dabei haben!

Bereiten Sie alles gut vor, damit der Welpe von Anfang an alles Notwendige zur Verfügung hat. Denken Sie auch an den Besuch beim Tierarzt zur Erstuntersuchung.

Ernährung: Das Futter für den Boxer Welpen

Eine artgerechte und hochwertige Ernährung ist gerade in der Wachstumsphase sehr wichtig für die Entwicklung des Welpen. Hier erfahren Sie, worauf bei der Fütterung zu achten ist:

Welpenfutter: In den ersten Lebensmonaten benötigt der Welpe spezielles Welpenfutter. Dieses enthält alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, die der Hund für sein Wachstum braucht. Es gibt Trocken- und Nassfutter speziell für Welpen.

Umstellung: Nach ca. 12 Monaten kann langsam auf herkömmliches Erwachsenenfutter umgestellt werden. Mischen Sie über 2-3 Wochen immer mehr Erwachsenenfutter unter das Welpenfutter.

Trinkwasser: Stellen Sie dem Welpen jederzeit frisches Trinkwasser zur Verfügung.

Menge: Er fragen Sie den Züchter, wie viel Sie in welchem Alter füttern sollten. Überfüttern Sie den jungen Hund nicht!

Fütterungszeiten: Es empfiehlt sich, den Welpen 3-4 Mahlzeiten pro Tag anzubieten.

Kauknochen: Kauknochen und Kauspielzeug sind wichtig für die Zahnentwicklung.

Leckerlis: Verwenden Sie Leckerlis immer nur als Belohnung beim Training, nicht zu häufig.

Umstellung: Neues Futter immer nur ganz langsam über 7-10 Tage einführen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Fragen Sie im Zweifel den Züchter oder Ihren Tierarzt um Rat zur artgerechten Fütterung. Eine falsche oder unausgewogene Ernährung kann beim Welpen bleibende Schäden verursachen.

Gesundheit: Vorsorge & Impfungen

In den ersten Wochen und Monaten stehen beim Boxer Welpen diverse Untersuchungen und Impfungen an:

  • Wurmkur: Boxer Welpen haben oft Würmer. Lassen Sie daher frühzeitig eine Wurmkur beim Tierarzt durchführen. Diese sollte im Alter von 2, 4, 6 und 8 Wochen erfolgen.
  • Entwurmung: Ab der 12. Woche erfolgt eine regelmäßige Entwurmung alle 3 Monate.
  • Erstuntersuchung: Klären Sie mit dem Züchter, ob schon ein Gesundheitscheck beim Tierarzt erfolgt ist. Ansonsten sollte dieser spätestens mit 8 Wochen durchgeführt werden.
  • Impfungen: Der Grundimmunschutz für Welpen besteht aus mehreren Impfungen im Abstand von 3-4 Wochen, beginnend mit 8 Wochen. Lassen Sie sich vom Tierarzt beraten.
  • Weitere Vorsorge: Regelmäßige Gesundheitschecks sind wichtig. Besonderes Augenmerk liegt auf Herz, Gelenken und Augen.
  • Parasitenschutz: Regelmäßige Entwurmung und Zeckenschutz sind erforderlich.
  • Kastration: Bei reinen Familienhunden erfolgt eine Kastration häufig mit 6-12 Monaten. Allerdings gibt es auch gute Gründe für oder gegen eine Kastration. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber.
  • Zahnkontrolle: Achten Sie von Anfang an auf die Zahnpflege und lassen Sie die Zähne regelmäßig untersuchen.

Fragen Sie den Züchter nach bisher durchgeführten Untersuchungen und lassen Sie sich einen Impfpass aushändigen. So können Sie den Schutz des Welpen nahtlos fortsetzen.

Erziehung & Sozialisation: Was Boxer Welpen lernen müssen

Boxer sind sehr lernwillig und wollen ihren Familien gefallen. Daher ist eine frühe Gewöhnung an Alltagssituationen und eine kon sequente Erziehung sehr wichtig. Folgende Punkte sollten Sie bei der Sozialisation des Welpen beachten:

  • Positiv verstärken: Arbeiten Sie bei der Erziehung mit positiver Verstärkung wie Lob und Leckerlis. Bestrafen Sie den Hund nie, das verunsichert ihn nur.
  • Klare Signale: Benutzen Sie immer die gleichen Kommandos, damit der Welpe sie verstehen kann.
  • Konsequenz: Seien Sie in der Erziehung immer konsequent. Lassen Sie unerwünschtes Verhalten nicht mal durchgehen und mal nicht.
  • Stubenreinheit: Legen Sie von Anfang an regelmäßige Gassi-Rhythmen fest und belohnen Sie jedes Mal, wenn der Welpe draußen seine Geschäfte verrichtet.
  • Sozialisierung: Gewöhnen Sie den Welpen frühzeitig an verschiedene Menschen, Tiere, Situationen und Umweltreize. Alles sollte positiv und spielerisch erfolgen.
  • Kommandos: Vermitteln Sie dem Welpen früh einfache Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“. Trainieren Sie immer wieder in kurzen Einheiten.
  • Leinenführigkeit: An die Leine und ein Halsband muss sich der Welpe erst gewöhnen. Gehen Sie behutsam vor und bestrafen Sie den Welpen niemals über die Leine.
  • Beschäftigung: Bieten Sie dem cleveren Boxerbaby genug Beschäftigung durch Spiel, Training und Auslauf. Ein unterforderter Welpe wird schnell zum Störenfried.
  • Geduld: Verlieren Sie nie die Geduld oder bestrafen den Welpen, auch wenn er noch nicht so kann, wie Sie sich das vorstellen. Er ist noch ein Baby und braucht Zeit zum Lernen.
  • Hundeschule: Der Besuch einer guten Welpenspielgruppe oder Hundeschule ist sehr zu empfehlen, um dem kleinen Boxer den nötigen Feinschliff zu geben.

Das Zusammenleben mit dem Boxer Welpen

Die Ankunft des Boxer Welpen bedeutet eine große Umstellung für alle Familienmitglieder. Doch mit der richtigen Vorbereitung wird der kleine Störenfried bald zum geliebten Familienmitglied.

Eingewöhnung: So fühlt der Welpe sich wohl

  • Ruhe: Schaffen Sie dem Welpen einen sicheren Rückzugsort wie einen Korb, an den er sich zurückziehen kann.
  • Kennenlernen: Stellen Sie dem Welpen behutsam alle Familienmitglieder und das Zuhause vor. Überfordern Sie ihn nicht gleich am Anfang.
  • Regeln: Legen Sie von Anfang an Regeln fest, z.B. kein Sofa, keine Küche etc. Seien Sie absolut konsequent, was erlaubt ist und was nicht.
  • Routine: Etablieren Sie sofort feste Routinen wie Fütterungs-, Gassi- und Schlafenszeiten. Der Tagesrhythmus gibt dem Welpen Sicherheit.
  • Sozialkontakte: Laden Sie in den ersten Wochen keine Fremden ein, sondern geben Sie dem Welpen Zeit, in seine neue Familie zu finden.
  • Kinder: Erklären Sie auch Kindern im Haushalt die Regeln im Umgang mit dem Welpen. Unterstützen Sie sie und beaufsichtigen Sie das Zusammensein.
  • Alleine bleiben: An das Alleinbleiben muss sich der Welpe langsam gewöhnen. Das kann einige Wochen dauern und bedarf liebevoller Geduld.

Beschäftigung: Ein ausgelasteter Boxer ist ein braver Boxer

Boxer Welpen haben viel Energie und einen großen Bewegungsdrang. Langeweile ist der größte Feind in der Erziehung eines jungen Boxers. Sorgen Sie von Anfang an für eine sinnvolle Beschäftigung:

  • Auslauf: Mindestens 3 ausgiebige Spaziergänge pro Tag sind Pflicht. Welpen brauchen viel Bewegung an der frischen Luft.
  • Spielzeit: Spielen Sie täglich mehrfach mit dem Welpen, um ihn kognitiv und körperlich zu fordern.
  • Sozialkontakte: Suchen Sie den Kontakt zu anderen Hunden, z.B. in der Welpenspielgruppe. Boxer lernen von Artgenossen.
  • Training: Kurze Trainingsseinheiten mit einfachen Kommandos und Tricks fördern die geistige Entwicklung.
  • Suchspiele: Verstecken Sie Leckerlis und Spielzeug, damit der Welpe sie selbstständig suchen muss.
  • Kauartikel: Geben Sie dem Welpen ausreichend Kauspielzeug und knabberbare Dinge, um den Kiefer zu trainieren.
  • Pflege: Auch die tägliche Fell- und Zahnpflege will gelernt sein und fördert die Bindung.

Probleme vermeiden: Typische Erziehungsfehler

Bei aller Freude über den süßen Welpen passieren den neuen Hundeeltern trotz bester Absichten einige typische Fehler. Seien Sie sich der häufigsten „Erziehungsfallen“ bewusst:

Häufige Fehler Warum problematisch
Inkonsequenz Der Welpe lernt nicht, was er darf und was nicht
Überfütterung Führt schnell zu Übergewicht
Falsche/zu starke Leinenführung Verunsichert den Welpen und schadet der Leinenführigkeit
Zu wenig Rückzugsmöglichkeiten Überfordert den Welpen
Mangelnde Sozialisierung Begünstigt Ängste gegenüber Unbekanntem
Vernachlässigung der Zahnpflege Kann Zahnprobleme und Krankheiten zur Folge haben
Zu wenig Beschäftigung Langeweile führt zu unerwünschtem Verhalten wie Nagen etc.
Keine klaren Regeln Ohne Grenzen weiß der Hund nicht, was er darf und was nicht

Mit etwas Sachkenntnis lassen sich diese typischen Fehler vermeiden. Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung in einer guten Hundeschule oder durch einen erfahrenen Hundehalter.

Kosten: Was kostet die Haltung eines Boxer Welpen?

Die Anschaffung ist nur ein kleiner Teil der Kosten, die auf Sie zukommen. Rechnen Sie mit folgenden Ausgaben für Ihren Boxer Welpen:

Laufende Kosten Durchschnittliche Ausgaben
Futter 40-60 Euro pro Monat
Spielzeug, Pflege 20-30 Euro pro Monat
Hundesteuer 100-200 Euro pro Jahr
Hundehaftpflicht ca. 50 Euro pro Jahr
Tierarzt (Impfungen, Vorsorge) 100-200 Euro pro Jahr
Hundeschule, Trainer ca. 100 Euro pro Kurs
Dogwalker/Hundesitter 10-15 Euro pro Stunde
Sonstiges Spontane Ausgaben, Notfälle

Rechnen Sie insgesamt mit mindestens 100-200 Euro pro Monat für die laufenden Kosten Ihres Boxer Welpen.

Vergessen Sie nicht, bereits in jungen Jahren eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Krebsbehandlungen, Operationen oder Unfälle können sonst schnell mehrere Tausend Euro kosten.

FAQs: Häufige Fragen zu Boxer Welpen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Anschaffung und Haltung von Boxer Welpen:

Wie lange können Boxer Welpen allein bleiben?

In den ersten Wochen und Monaten noch gar nicht! Erst nach der Eingewöhnungsphase nach ca. 3-4 Monaten kann die Zeit allein nach und nach gesteigert werden. Maximal halten Boxer ca. 4-5 Stunden allein aus.

Wie viel sollte ein Boxer Welpe fressen?

Fragen Sie den Züchter nach der Futtermenge. Da Boxer rasch wachsen, müssen Sie die Rationen alle paar Wochen erhöhen. Lassen Sie sich vom Tierarzt beraten.

Wie viel Bewegung braucht ein Boxer Welpe?

Mindestens 3 ausgiebige Spaziergänge täglich sind Pflicht, am besten mit Spiel- und Lerneinheiten. Erwachsene Boxer brauchen ca. 2 Stunden Auslauf am Tag.

Ab welchem Alter darf man mit einem Boxer Welpen laufen?

Kurze Spaziergänge sind ab ca. 8 Wochen in Ordnung, wenn das Grundimmunprogramm abgeschlossen ist. Vermeiden Sie bis ca. 12 Monate Sprünge und Treppensteigen. Bewegung muss gesteigert werden.

Wie erziehe ich einen Boxer Welpen richtig?

Konsequent und liebevoll. Arbeiten Sie mit positiver Verstärkung, festen Regeln und fixen Abläufen. Gewöhnen Sie den Welpen spielerisch an verschiedene Situationen. Holen Sie sich früh Hilfe in einer guten Welpenspielgruppe oder Hundeschule.

Ab wann sind Boxer Welpen stubenrein?

Mit viel Geduld und Konsequenz gelingt die Stubenreinheit meist mit 4-6 Monaten. Legen Sie von Anfang an feste Gassi-Zeiten fest und belohnen Sie den Welpen nach dem Lösen draußen. Es dauert aber oft einige Monate.

Wie sinnvoll ist eine Hundeschule für Boxer Welpen?

Sehr sinnvoll! Der Besuch einer guten Welpenspielgruppe oder Hundeschule wird dringend empfohlen. Hier lernt der Welpe den Umgang mit anderen Hunden und Menschen. Sie erhalten wertvolle Tipps zur Erziehung.

Können Boxer bei kleinen Kindern leben?

Definitiv ja. Boxer lieben ihre Familien und gehen sehr liebevoll auch mit Kindern um. Allerdings rate ich zu einer Beaufsichtigung der gemeinsamen Stunden bis zum 3-4 Lebensjahr des Kindes.

Fazit: Ist der Boxer Welpe der richtige Begleiter?

Boxer Welpen sind verspielt, intelligent, menschenbezogen und treu – kurzum wunderbare Familienhunde. Allerdings bedürfen sie einer konsequenten Erziehung mit ausreichend Beschäftigung. Auch gesundheitlich kann die Rasse anfällig sein.

Wenn Sie bereit sind, die nötige Zeit und Mühe in Ihren Boxer zu investieren, werden Sie eine enge Bindung und Freundschaft aufbauen. Dieser lebensfrohe Hund wird Ihnen über viele Jahre ein treuer Gefährte sein und viel Freude in Ihr Leben bringen.

Bevor Sie sich für die Anschaffung eines Boxer Welpen entscheiden, informieren Sie sich bitte ausführlich, um Vor- und Nachteile dieser fantastischen Rasse abzuwägen.

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